"Und schon bald werden die Politiker wieder betonen, wie sicher Deutschland ist."

Einen wirklich lesenswerten Artikel habe ich – man glaubt es kaum – im SPIEGEL entdeckt. Ja, Sie hören richtig. Der SPIEGEL ist die Zeitung, der so polemisch und unsachlich über die “bewaffnete Republik Deutschland” schwadronierte. Der damailge Redakteur sollte ob der angeblichen Bewaffnung angesichts dieses Artikels doch eigentlich dankbar für die vermeindliche Wehrhaftigkeit der Bevölkerung sein. Denn was unser Gewaltmonopol (aka. Polizei) in der Realität zum Schutz der Bürger aufzubieten hat zeigte nicht nur Solln eindrucksvoll…

Hier einige Auszüge, der gesamte Text findet sich auf SpOn.de

Eine Stadt in Deutschland: 600.000 Einwohner, alle neun Minuten eine Straftat, dazu Ordnungswidrigkeiten, Unfälle und die Hilferufe Verwirrter, Einsamer oder Verzweifelter. Wie können 36 Polizisten hier für Sicherheit sorgen? Gar nicht, sagen die Beamten.

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Der 40-Jährige ist ein mutiger Mann, ein ratloser auch, einer, der es nicht mehr aushält, das Chaos, das die Polizei nur noch verwaltet und nicht mehr bekämpft, die schlechte Presse, seine “unfähigen” Vorgesetzten, die schwadronierenden Politiker, die durchgeknallten Typen auf der Straße, die schon ausflippen, wenn man sie bloß nach dem Führerschein fragt, diese ganze Gewalt, die Hoffnungslosigkeit und Verwahrlosung, das Elend in seiner Stadt. “Es ist zum Kotzen”, sagt Ralf.

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Diese bunten Tabellen, Grafiken und Diagramme, jährlich veröffentlicht, sind bestimmt nicht ganz falsch, aber sie sind wahrscheinlich auch nicht ganz richtig. Das Absurde an ihnen ist jedenfalls, dass das Land sicherer erscheint, wenn weniger ermittelt wird – dann nämlich sinkt die Zahl der Straftaten automatisch.

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Es geht wieder hinaus auf die Straße, in die Nacht. Wagen 23 gleitet vorbei an Solarien, China-Imbissen und Handy-Shops. Die Beamten schauen müde aus den Fenstern, bloß böse Blicke erntend. “Wenn ich jetzt einen von denen nach dem Ausweis frage”, sagt Ralf und nickt in die Richtung einiger junger Männer vor einem türkischen Kulturverein, “dann haben wir hier richtig Stress.” Seine Kollegen sind 20 Minuten entfernt. Ralf gibt Gas.

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“Irgendwie geht es ja meistens noch gut”, sagt Ralf. “Aber ich frage mich jeden Tag, wie lange noch?”

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Quelle: SPIEGEL Online

In Solln ging es leider nicht gut…

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