Ein Grund zur Freude: Alle 70 Stunden wird in Sachsen-A. ein Mensch getötet
Wieso das ein Grund zur Freude ist ? Nun, ich finde das eigentlich auch keinen Grund – aber die Politik verkauft dies als positive Entwicklung ihrer Arbeit…
Bild.de berichtet fast schon euphorisch:
Dresden (dpa/sn) – Der Freistaat Sachsen ist im vergangenen Jahr erneut ein Stück sicherer geworden. Die Zahl der Straftaten sank im Vergleich zum Vorjahr um gut fünf Prozent auf exakt 279 467. Das sei der niedrigste Stand seit 1993, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Mittwoch bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2009 in Dresden.
[...]
Quelle: Bild.de
Sicherer ? Bei 279.467 Straftaten im Jahr, also 765 pro Tag, 31 pro Stunde ? Die Volksstimme.de berichtet da schon etwas differenzierter:
[...] So zumindest sagt es die Kriminalstatistik 2009 aus.
[...] Alle zwei Minuten und 37 Sekunden wird zwischen Arendsee und Zeitz eine Straftat begangen. Alle 70 Stunden wird ein Mensch getötet oder es wird versucht, einen Menschen umzubringen, alle sechs Minuten und 28 Sekunden wird ein Diebstahl, alle fünf Stunden und 36 Minuten ein Raub begangen.
Quelle: Volksstimme.de
Alle 70 Stunden, das sind 125 Opfer pro Jahr und das soll also ein grandioser Erfolg sein ? Ein weiterer Grund für Einsparungen bei der Polizei ?
Man mag Morde nicht vollumfänglich verhindern können aber eines würde mich interessieren: wieviele der genannten Raubüberfälle würde man durch ein deutsches concealed carry (verdecktes Führen einer legalen Schußwaffe) wohl verhindern ? Wieviele Menschenleben könnte man angesichts von 125 Toten Sachsen-Anhaltinern wohl durch einen verbesserten Selbstschutz (z.B. mit der Erlaubnis eines Waffenscheins) retten ?
Nun, mit diesen Fragen befaßt man sich in der Politik nicht.
Nicht solange es noch 3,7 Tote durch legale Schußwaffen pro Jahr gibt.
Lieber trauert man einer EKD-Vorsitzenden nach (Alkohol im Straßenverkehr: 500 Tote p.a.)
Deutschland hat fertig.