PKS & Kriminalität: wir lügen uns wieder in die Tasche
Es ist wieder soweit: Zeit für die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) die, nachdem sie politisch frisiert wurde, dann auch Anfang Mai wieder vorgestellt werden darf. Vorab gab es schon mal ein paar Appetithäppchen und die dressierte Bessermenschen-Presse schnappte gierig danach. Da half es dann auch nicht mehr, daß der GdP vor Euphorie warnte. Der Käs´ war bereits gegese´…
Ob die Zeit, die Welt oder der Focus – allgemein herrscht freudiges Schulterklopfen ob der Zahlen die Innenminister de Maizière vorab verlauten lies. “Deutschland wird sicherer” und “Weniger Straftaten”. Da kann man dann über die eklatant gestiegenen und vom GdP vorhergesagten Autodiebstähle (+30-40%) locker hinwegsehen.
Es ist aber überhaupt kein Grund zur Freude vorhanden. Um 1,2 Prozent soll die Kriminalität insgesamt gesunken sein, auf nunmehr 6 Millionen Fälle. Statistisch wurde also fast jeder 13. Bundesbürger Opfer einer Straftat. Da kann man nur gratulieren. Betrachtet man aber mal die Fallzahlen in einer Zeitreihe wird schnell klar, daß dieser ach so große Rückgang eigentlich ein Witz ist. Und dabei ist noch nicht mal berücksichtigt, daß es bereits bei der Datenerfassung in den vergangenen Monaten und Jahren einige Veränderungen gab, wie zum Beispiel den Wegfall der Meldepflicht von Gewalttaten an Schulen wie in Berlin. So lassen sich Statistiken natürlich prima frisieren.
Für den legalen Waffenbesitzer bleibt alles beim alten: Straftaten mit privat legal besessenen Waffen werden nicht aufgeführt werden. Damit niemand erkennen kann, wie verschwindend gering der Anteil ist. Selbst beim üblichen zusammen veranlagen mit den bei Straftaten benutzten Behördenwaffen ist der Anteil – im Vergleich zu illegalen- wenig bis nicht messbar. Doch darüber läßt man die Bürger lieber im Unklaren.
Wir dürfen auf die Details der Statistik im Mai gespannt sein. Eigentlich müßte bei der Gewaltkriminalität ein deutlicher Rückgang zu spüren sein. Immerhin wurden 2008 bestimmte Messer aus der Öffentlichkeit verbannt und 2009 das Waffenrecht verschärft. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, daß das anders kommt. Warum bloß ?
Einen kurzen Einblick auf das, was uns da erwartet hat der GdP aber bereits auf seiner Internetseite veröffentlicht. Allein das scheint wenig auszumachen, denn es findet (fast) nirgends einen Wiederhall in der Presse. Einen Eingang in das Bewußtsein der Menschen wird es daher auch nicht nehmen.
Auf www.gdp.de:
Einen alarmierenden Trend übermäßigen Alkoholkonsums, zunehmender Radikalität und steigender Gewaltbereitschaft bestimmter gesellschaftlicher Gruppen sieht der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, in der Kriminalitätsentwicklung für das Jahr 2009. Schon in den Jahren zuvor habe die GdP vor einer zunehmenden Brutalisierung und sozialer Verwahrlosung einiger gesellschaftlicher Gruppen gewarnt. [...]
„Gewaltkriminalität bleibt ein zentrales Problem, vor allem in der gefährlichen Kombination mit politischem Extremismus. Ich kann nur davor warnen, die Kriminalitätsentwicklung 2009 mit ihren nur scheinbar guten Zahlen vorzuschieben, um weitere Spareinschnitte rechtfertigen zu wollen. Das ist nur ein dünner Strohhalm, der überdies leicht knickt.“
Quelle: GdP
Lassen Sie Sich das mal auf der Zunge (oder im Auge) zergehen und denken Sie dabei immer daran: das Waffenrecht der Bundesrepublik Deutschland ist sehr darum besorgt, daß SIE keine adäquaten Notwehrmittel besitzen und führen dürfen.
Die Hauptdarsteller der PKS 2009 hingegen stört das nicht im geringsten.
Die Amerikaner sind da wieder einmal ihrer Zeit und vor allem uns voraus.