Bestürzung, Trauer, Verzweiflung
Wer hätte kein Verständnis und Mitgefühl für die Familie der getöteten Bankiersfrau Maria Bögerl. Es wurde viel geschrieben und berichtet, detailliert wurde der mögliche Ablauf nachgezeichnet. Hundertschaften der Polizei druchkämmten mögliche Verstecke der entführten Frau. Schlußendlich stellte sich heraus, daß sie längst tot war. Einzig zu vermissen ist dabei die mediale Fixierung auf die Tatwaffe, wie das normalerweise in der Presse üblich ist. Zumindest, wenn es eine legale Schußwaffe ist. Denn: Trotz aller Spekulationen und derzeitiger Ermittlungsstände über Hintergründe und Zusammenhänge sollten wir eines im Auge behalten: Im Grunde handelt es sich hier “nur” um einen Mord mit der Mordwaffe Nr. 1 in Deutschland: einen Messermord
FR-Online berichtet:
In Schnaitheim kennt man sich. Es ist nicht auszuschließen, dass der Entführer aus dem Ort mit seinen 6000 Einwohnern stammt. Möglicherweise hat ihn sein Opfer erkannt, er ist in Panik geraten und hat die Frau deswegen erstochen. Für diese These könnte sprechen, dass sich die Stelle der geplatzten Geldübergabe und der Leichenfundort keine zehn Kilometer vom Haus der Familie entfernt befinden.
Quelle: FR-Online.de
Auch wenn es sarkastisch klingen mag: Im Gegensatz zum Ehemann der getöteten, hätte Maria Bögerl jetzt einen plausiblen Grund auf dem zuständigen Landratsamt einen Waffenschein genehmigt zu bekommen, um zukünftig eine Waffe zu Selbstverteidigungszwecken legal führen zu dürfen.