Gefesselt und ersäuft
Früher, im Mittelalter, da wurden streunende Katzen, Hunde und Verbrecher in einen Sack gesteckt und zusammen mit ausreichen Steinen in den nächsten Fluss oder See geworfen. Dass diese Methode auch heute noch funktioniert und praktiziert wird und das man i.d.R. für Mord und Totschlage keine legalen Schusswaffen braucht, zeigen die Pflegeltern der 9-jährigen Anna.
Weil das ihnen anvertraute Pflegekind eine Aversion gegen Wannenbäder hatte (kein Wunder bei Neurodermitis ist dies eine recht schmerzhafte Angelegenheit) wurde es regelmäßig gefesselt und gewaltsam in die Wanne gesteckt. Wenig verwunderlich, daß es sich dabei nach leibeskräften wehrte. Diesmal anscheinend einmal zuviel. Achtung! Nichts für schwache Nerven!
Die BILD.de berichtet:
Es ist kaum vorstellbar: Das hilflose Kind wurde mit Paketband gefesselt und in der Badewanne ertränkt!
Am Freitag waren die Pflegeeltern Ralf und Petra W. (beide 51 Jahre) festgenommen worden. Sie hatten den Notruf gewählt, als Anna bewusstlos in der Wanne lag – zu spät. Das Kind hatte am ganzen Körper Blutergüsse, starb in der Klinik.
Im Polizeiverhör gestand Ralf W. am Wochenende, dass das Paar in den letzten Monaten Anna regelmäßig mit Klebeband an Händen und Füßen gefesselt hat – nur weil sie nicht baden wollte. Dies sei eine „Erziehungsmaßnahme“ gewesen. Auch am Donnerstagabend.
Ralf W. sagte aus, dass sie Anna wieder an Händen und Füßen zusammengeklebt hatten. Als sich die Fesseln lösten, habe Anna gegen die Pflegeeltern „aufbegehrt“. Erst beschuldigte Ralf W. seine Frau, Annas Kopf unter Wasser getaucht zu haben – zum Schluss bezichtigte er sich selbst.
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Quelle: Bild.de
Ich werde das nicht weiter kommentieren um nicht in den Verdacht einer angedrohten Straftat zu kommen und auch weil ich gegen Lynchjustiz und für den Rechtsstaat bin.
Ob sich für die kleine Anna nun Aktionsbündnisse bilden, ob Paketband oder Badewannen verboten werden, halte ich für wenig wahrscheinlich. Sollte man aber vielleicht mal in Erwägung ziehen, eine MPU nicht für Legalwaffenbesitzer unter 25 Jahren, dafür aber für alle Eltern einzuführen ?
Kinder kriegen und/oder erziehen gehört in Deutschland zu den wenigen Dingen, die noch ohne staatliche Genehmigung möglich sind. Dies zeigt den gesellschaftlichen Stellenwert, den der Staat seine Reglementierungen angedeihen lässt. Nicht umsonst wird das Auto als des deutschen liebstes Kind gepriesen (Führerschein, TÜV/AU, Abwrackprämie, KFZ-Brief/Schein, Fahrgestellnummer, Zentralregister, ABEs, Feinstaubplakette usw. usw.).