Eltern verbieten
Ich überlege immer sehr lange, ob ich zu diesen Todesfällen etwas bringe. Erstens ist es als Familievater immer sehr schwer zu ertragen und zu verarbeiten. Zweitens haben die kleinen Würmchen sowieso keine Chance und Kindsmord gab es schon immer und wird es leider immer wieder geben.
Die hoplophoben Waffenhasser (nicht nur) in Deutschland arbeiten allerdings samt und sonders mit gefühlsduseliger Propaganda, weitab jeglichem Sach- und Realitätsbezug. Ob nun gescheiterte Künstlerexistenzen (“Unsere Schulen müssen wieder angstfrei werden”) oder verkrachte Immobilienmakler (“Wir wollen die Made im Speck sein.”). Gemein ist ihnen allen den i.d.R. gesetzestreuen Bürger zu entwaffnen und ihm sein Eigentum wegzunehmen. Dazu werden Bilder bemüht, die dem Aussenstehenden vermitteln sollen, dass nur dadurch Gewalt, Mord und Totschlag an armen schutzbefohlenen Kindern und Jugendlichen verhindert werden kann.
Doch die meisten Greueltaten passieren nicht in Schulen, sie werden auch nicht mit Sport- oder Jagdwaffen begangen und die Wahrscheinlichkeit bei einem Schulattentat zu sterben liegen 1000fach niedriger, als ein 6er mit Zusatzzahl im Lotto. Die meisten dieser kaum auszusprechenden Vorfälle passieren mitten unter uns. Mitten in der Gesellschaft und zumeist nur mit den bloßen Händen. So wie am Wochenende in Eilenburg als das Leben eines 19 Monaten alten Jungen enden mußte.
Wann werden die Kinderzimmer endlich wieder angstfrei ? Wenn Eltern verboten sind…
(Achtung: Bitte nur weiterlesen, wer ein starkes Nervenkostüm hat.)
Die Sächsische Zeitung berichtet:
Der 19 Monate alte Lion, der am Wochenende vom Lebensgefährten seiner Mutter zu Tode geprügelt wurde, ist offenbar schon früher misshandelt worden. Bereits im Herbst 2009 fielen Ärzten Hämatome und ein Oberarmbruch auf. Zwar wurde danach das Jugendamt eingeschaltet, polizeiliche Ermittlungen unterblieben jedoch. [...]
Quelle: Sächsische Zeitung
Interessant auch hier: Die Behörden hätten das Leben des kleinen Jungen retten können, wenn sie aktiv geworden wären. Da werden bei mir Erinnerungen an Erfurt wach. Auch hier wäre das Desaster aufzuhalten gewesen, wenn die Behörde nicht gepennt hätte.
[...] Nachbarn berichteten gestern von andauernden und mutmaßlich gewalttätigen Streitigkeiten zwischen der angehenden Verkäuferin und Sebastian K., bei denen das Kind zugegen gewesen sei.
Im Mai gab Lions Kinderärztin gegenüber dem Jugendamt Entwarnung. Angeblich habe sich der Verdacht der Kindesmisshandlung nicht bestätigt. Drei Monate später wurde der Junge zu Hause totgeprügelt … (bi.)Quelle: Sächsische Zeitung
Ein 19 Monate altes Kind ist ca. 80 bis 100 cm groß und wiegt rund 9 bis 12 kg. Ein erwachsener Mann von 1,70 m bringt es auf 60 bis 80 kg. Um auch den kinderlosen Lesern einmal zu vermitteln, um welche “Gegnerkonstellation” es hier geht: lassen Sie Sich doch mal von IHM hier eine semmeln. Danach wissen Sie in etwa, was Lion erdulden mußte. Sofern Sie es überleben.
mal wieder ein messermord, weil konfliktlösung nicht im leerplan steht:
http://www.n-tv.de/panorama/18-Jaehrige-ersticht-Ex-Freund-article1282621.html
interessant zu lesen: hier ist mal jemand nicht gegen das tatmittel, sondern für mehr abschreckung der taeter.
http://www.n-tv.de/panorama/Eltern-fordern-haertere-Strafen-article1286731.html
[...] 11. August 2010, Eilenburg, Kind erschlagen, Tatwaffe: mit bloßen Händen [...]