Boxvereine werden verboten
Das wäre zumindest die logische Konsequenz aus dem Vorfall im mittelfränkischen Nürnberg. Hier hatte eine Gruppe von sechs “jungen Männern” wahllos auf Passanten eingeprügelt und diese zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Wie sich nun herausstellte, trainierten drei der Täter regelmäßig in einem Boxverein (TSV Stein 1875). Müßte man nun nicht eine Diskussion um ebendiese Kampfsportvereine beginnen ? Wie sieht es in diesen Vereinen mit einer Regelüberprüfung der Zuverlässigkeit aus ? Vorstrafen etc. ?
Aus eigener Erfahrung in einem Kampfsportverein kann ich nur sagen, dass es hier keinerlei Kontrollen gibt. Solange er/sie nicht das Inventar auseinander nimmt oder Vereinsmitglieder belästigt/verprügelt, darf JEDER in einem solchen Verein seine Tötungsfähigkeiten trainieren.
Artikel aus den Nürnberger Nachrichten zur Tat.
In einem nicht öffentlichen Artikel in den Fürther Nachrichten beschäftigt man sich mit den Zusammenhängen und befragt auch den Boxtrainer. Dieser kann sich den Gewaltausbruch seiner Schützlinge so ganz und gar nicht erklären und stellt abschliessend fest: “Der Boxsport gibt den jungen Leuten Selbstbewußtsein.”
Prima! Und was machen die, die keinen Kampfsport ausüben oder sich einer Überzahl “selbstbewußter junger Leute” gegenüber sehen?
“Ich gebe nicht auf.” sagt der Trainer. Es klingt trotzig.
“Wir auch nicht!” kann ich da nur entgegnen. Und auch das klingt trotzig!
Was den Kampfsport angeht – solange er nicht verboten ist hilft trainieren und “besser sein”.
Das ist einem dort zum Glück noch nicht verboten !!