Unser täglicher Messermord

MesserattackeKennen Sie Barzig ? Nein ? Ich bisher auch nicht. Trotzdem erlangte dieser Ort für eine kurze Sekunde mediale Aufmerksamkeit. Der Grund war ein “Familiendrama”, also eines jener Einzelfälle, für die entweder ein böser legaler Waffenbesitzer verantwortlich ist (z.B. Jäger erschießt Frau, Sportschütze erschießt Einbrecher) oder aber der eben nicht mit einer legalen Schusswaffe begangen wurde und daher lediglich eine journalistische Schrecksekunde darstellt.

Um den letzteren Fall handelt es sich hier. Natürlich. Die Tatwaffe wie in 90% aller Fälle ein Messer.

Die Märkische Allgemeine berichtet:

[...] Schon im Haus soll der Mann auf die 38-Jährige mit einem Messer eingestochen haben. Sie habe es noch geschafft, nach draußen auf die Straße zu flüchten. Der 61-Jährige habe sie jedoch eingeholt und vor dem Nachbarhaus erneut zugestochen. Die 38-Jährige starb schließlich in der Folge der Stichverletzungen. Als die Polizei eintraf, standen das Wohnhaus und ein Nebengebäude in Flammen. Der Ehemann soll nach dem Tod seiner Frau auf das Grundstück zurückgelaufen sein und das Feuer gelegt haben, hieß es.[...]

Quelle: Märkische Allgemeine

Zweifelsfrei also ein tragischer Einzelfall, der nach Bessermenschen-Art keinerlei weitere Beachtung verdient. Das kann schließlich in den besten Familien vorkommen.

Hätte es sich bei der Tatwaffe allerdings um eine legal besessene Schußwaffe gehandelt, dann wäre die Frau zwar nicht mehr oder weniger tot und das Haus nicht mehr oder weniger niedergebrannt, aber die hoplophobe Journaille könnte sich wieder in einer Weltverbesserungsorgie und selbsternanntem Betroffenheitsgestammel ergehen und eine Verschärfung des Waffenrechts fordern. “Damit solche schrecklichen Vorkommnisse in Zukunft wirksam (*rofl*) verhindert werden.

Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen der ermordeten Frau. Und ich hätte mir auch hier gewünscht, dass das vermeintlich “schwache Geschlecht” eine adäquate Möglichkeit zur Selbstverteidigung gehabt hätte (entsprechenden Leumund vorausgesetzt).

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4 Kommentare zu Unser täglicher Messermord

  1. Schilling sagt:

    Ich finde es widerlich und abstoßend, ein solch dragisches Ereignis für egoistische Zwecke zu benutzen, um Waffen zur Selbstverteidigung zu rechtfertigen. Wären andere Waffen im Haus gewesen, hätte der Täter diese benutzt. Widerwärtig, so kurz zu denken und das Leid anderer für eigene Interessen zu nutzen!

    Anmerk. d. Red.: Ich finde es genauso wiederlich und abstoßend, dass “dragische” Vorfälle wie Erfurt, Winnenden, Columbine oder Dunblane herhalten müßen, um eine Hetzjagd auf legale Waffenbesitzer zu rechtfertigen. Insofern ist dieser o.g. Kommentar ein schönes Beispiel für die Denke der Bessermenschen: “Verwirren Sie mich nicht mit Fakten, meine Meinung steht eh schon fest”. Daran ändern auch 2,5 Millionen Menschen nichts, die jährlich in den USA mit ihrer legalen Schußwaffe ein Verbrechen verhindern, nicht wahr ?

  2. [...] dem Norden der Republik meldet uns heute die Presse wieder ein “dragisches” Ereigniss. Grund genug für mich es wieder mal für meine egoistischen Zwecke und [...]

  3. Schilling sagt:

    krank!

  4. Clitus sagt:

    Jawoll, Herr Schilling
    Was man nicht wahrhaben will, ist krank, abartig und gehört verboten und vernichtet……
    Danke, hatten wir schon einmal in der deutschen Geschichte, brauchen wir nicht nochmal.

    Wer Menschen die Möglichkeit nimmt, sich gegen Gewalttaten zur Wehr zu setzen, macht sich zum Komplizen von Mördern, Räubern, Triebtätern und Totschlägern.
    Aber es ist ja so schön einfach, nach einer Prügelattacke gegen einen Wehrlosen nach der Zivilcourage zu rufen, solange man glaubt, nie selbst in eine solche Lage zu kommen.
    Ich muß allerdings gestehen, daß es mich mittlerweile mit zynischer Freude erfüllt, vom Ableben solcher Leute wie Ihnen zu lesen, die dann dummerweise mal an einen ihrer “Schützlinge” gekommen sind, die ihren persönlichen Einsatz für ein risikoloses Arbeiten als Verbrecher nicht zu würdigen wissen.

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