God shave the Queen! Part II

Großbritannien, das Vereinigte Königreich, UK – die Insel der hoplophoben Glückseligkeit macht wieder von sich reden. Das große Vorbild von Bessermenschen wie Schober, Grafe, Jansen & Co. findet Erwähnung in einem UN-Bericht. Allerdings wird in diesem Bericht nicht die wehrlose waffenlose Gesellschaft auf der Insel gelobt. Auch das friedfertige Miteinander, vor allem an britischen Schulen, findet dabei keine Erwähnung.

Professor Hamid Ghodse, Präsident des Internationalen Suchtstoffkontrollrats (INCB) der UN beschreibt in seinem Bericht die Ähnlichkeit zwischen südamerikanischen Drogenmetropolen und einigen britischen Großstädten. Sogenannte „no-go-areas“ sind auf der Insel bereits in zahlreichen Städten entstanden. Gegenden, in denen das Rechtssystem aus Kraft ist und Menschen sich nicht mehr auf die Strasse trauen…

Die Welt Online berichtet:

[…] Im jüngsten Bericht des INCB heißt es, Drogenhändler, das organisierte Verbrechen und Drogenkonsumenten hätten in einigen Vierteln der Städte die Kontrolle übernommen. Es herrsche ein rechtsfreier Raum und Bürger würden sich aus Angst vor Übergriffen nicht mehr in jene Stadtteile trauen. […]

Quelle: Welt Online

Sehr „passend“ dazu schrieb die Süddeutsche Zeitung am 10.02.2011 unter der Überschrift…

„Vorbild England“:

[…] „Aufgrund der staatlichen Schutzpflicht muss der Staat dort, wo er Risikobereiche nicht ausreichend absichern kann, Verbote aussprechen – insbesondere dann, wenn die drohende Grundrechtsverletzung irreparabel ist oder die drohende Gefährdungslage unbeherrschbar ist […]

Quelle: SZ

Wie man in Großbritannien auf diese Entwicklung reagieren wird, läßt sich allerdings leicht vorhersagen: zunächst wird man den Bericht und seinen Verfasser verteufeln. Bekanntlich ist nicht die schlechte Nachricht an sich schlimm („Weniger Waffen führen nicht zu weniger Kriminalität.“) sondern nur der Überbringer dieser (proLegal). Im Nachgang wird man dann neue Gesetze erlassen. Denkbar wäre z.B. ein Verbot zu behaupten, in England gäbe es no-go-areas. Damit ist das Problem dann vordergründig gelöst und verschwindet aus den Schlagzeilen.

Remember, remember…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*