Von seltenen und alltäglichen Mordwaffen

Der aufmerksame Leser dieses Blogs weiß, dass das Messer – entgegen der Behauptungen einiger politischer Intellektamöben und Rummelplatzpostillen – Deutschlands Mordwaffe Nr. 1 ist. Hin und wieder sticht auch mal ein Fall heraus, bei dem vom normalen Schema abweichend, eine kuriose oder ungewöhnliche „Waffe“ als Mordwerkzeug dient. Das geschieht interessanterweise ohne das übliche kakophone Verbotsgeschrei der bekannten wissenschaftlichen Hofnarren aus dem Elfenbeinturm.

Jüngstes Ereignis – in einer ganzen Reihe von Morden der letzten Woche – ist diesmal die Tatwaffe „Grablampe“! Mal was ganz neues…

Die Recklinghäuser Zeitung berichtet aus… Recklinghausen:

[…] Bereits kurz nach der Tat war inoffiziell bekannt geworden, dass der 18-Jährige sein Opfer mit einer Grablampe erschlagen habe. Diese Information wurde nun von der Polizei bestätigt. Die Lampe mit Steinsockel wurde am Tatort sichergestellt.[…] Das 21-jährige Opfer war am Donnerstagabend auf dem Friedhof tot aufgefunden worden. […]

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Weitere Mordanschläge, natürlich in Abwesenheit legaler Waffen oder deren Besitzer:

Der FOCUS berichtet aus Alsfeld:

[…] Im hessischen Alsfeld hat ein Mann eine Verkäuferin in einem Getränkemarkt erstochen. Während der Tatverdächtige sich auf der Flucht befindet, rätselt die Polizei über die Hintergründe der Tat und zeigt ein Phantombild. […]

Quelle: FOCUS

(Danke an die vielen Spürnasen mit Links zu diesem Fall!)

In Hagen verübte ein 59-Jähriger mit der gleichen Tatwaffe ein „Familiendrama(TM)“:

[…] Hagen – Tödliches Ende eines Beziehungsdramas: Ein Mann (59) hat in Hagen (NRW) seine Lebensgefährtin (56) niedergestochen und sich dann selbst umgebracht. […] Der Sohn (21) fand seine Mutter kurz nach Mitternacht leblos in der Badewanne. Die Frau hatte zahlreiche Stichwunden in Bauch und Brust. […]

Quelle: BILD

Und zu guter schlechter letzt ein weiterer und in der Unterwelt immer beliebter werdender Fall von Rentnerraubmord:

Der Mord an einer 81-jährigen Frau in Berlin- Altglienicke ist offenbar aufgeklärt. Als Tatverdächtiger sei ein 30-Jähriger als ermittelt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. […] Die Obduktion ergab eindeutige Hinweise auf ein Tötungsdelikt.

Quelle: rbb.de

In diesem Fall aus Berlin gehe ich mal als Todesursache von „Erwürgen“ aus. Meistens wird dies erst in einer Obduktion zweifelsfrei festgestellt. Aus ermittlungstaktischen Gründen hat die Polizei hier allerdings noch keine Eindeutige Aussage gemacht und in Anbetracht der Tatsache, dass weder legale Schusswaffe noch Besitzer involviert waren, wird dieser Fall wohl schneller aus den Meldungen verschwinden, als eine 52-Grainer aus einem AR15 fliegen kann.

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