Wieder ein Amoklauf !

Diesmal aber nicht im bösen Deutschland, wo bekanntlich bereits jeder Grundschüler die jagdlich genutzte Uzi oder das sportliche MG42 seiner Oma mit zur Schule und in den Lehrplan einbringt, nein. Diesmal in… Ungarn !Es dürfte müßig sein darauf hinzuweisen, daß die Waffengesetzgebung in Ungarn, welche Verkauf, Besitz und Führen von scharfen Schußwaffen regelt, strenger ist als in Deutschland. Hat das etwas genützt ? Nincs ilyen!

Artikel auf Bild.de:

Bei einem Amoklauf […] ist ein Student getötet worden. Drei weitere Menschen, […] wurden durch Schüsse verletzt, […] während eines Praktikums für Pharmaziestudenten […]. Ein 23-jähriger Student war in die Lehrveranstaltung eingedrungen und hatte mit einer Pistole um sich geschossen. Die Polizei nahm ihn nach etwa einer Stunde fest.

Quelle: Bild.de

Handfeuerwaffen, also tragbare Waffen für Patronenmunition, wie Jagd- und Sportwaffen, sind in Ungarn nicht für „Otto-Normalverbraucher“ erhältlich. Es bedarf dazu entweder der Zugehörigkeit zur „Elite“ des Landes (also z.B. Abgeordneter des Parlaments, wichtige Persönlichkeit der Gesellschaft, Angehöriger von Sicherheitskräften, im Prinzip also wie bei uns) oder aber eines sehr sehr langen und vor allem sehr sehr teuren Genehmigungsvorgangs. Wer diesen Weg finanziell im Stande ist zu gehen, zählt dann wahrscheinlich schon zu den genannten Eliten.

Selbst bei Messern ist man bereits „fortschrittlicher“ als in Deutschland: so sind Messer mit einer Klinge über 8cm Länge verboten. Die Lex-Körting wurde also bereits fast umgesetzt.

Diese restriktiven Waffengesetze in Ungarn führen allerdings (wie o.g.) nicht zu einer Verhinderung von Amoktaten und Verbrechen. Stattdessen bewirken sie aber ein stetiges Ausbluten der ungarischen Sportschützenszene.

Interessante Links zum ungarischen Waffenrecht:

The Fire Arm Blog

Snowflakes in Hell

Dave Koppel – 2nd Amendment Project

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