Fact & Fiction

Lüge:

„Die ganzen Morde mit Schußwaffen in Deutschland sind doch zum größten Teil auf Sportschützen, Waffensammler und Jäger zurückzuführen!“

Wahrheit:
Nur bei maximal 3% aller Schusswaffendelikte in Deutschland werden legal besessene Waffen überhaupt verwendet. Im Umkehrschluss werden mehr als 97% aller Taten mit Waffenbezug mit illegal besessenen Schusswaffen begangen! Bei den weniger als 3% Taten ist zu berücksichtigen, daß diese Delikte nicht zwangsläufig auch von den originären, also rechtmäßigen Eigentümern dieser legal besessenen Waffen begangen werden. Zu den legalen Schusswaffen als Tatwaffen werden auch gestohlene Waffen aus Privat- und Staatsbesitz gezählt, die dann von Verbrechern mißbraucht wurden. Ebenfalls in den 3% enthalten sind die Vergehen, die von staatlichen Waffenträgern/-besitzern begangen werden, also z.B. von Angehörigen der Bundeswehr, von Polizei, Zoll und anderen Dienstwaffenträgern.

Um die reale Quote von Verbrechen zu ermitteln, die mit legalen Waffen von zivilen Legalwaffenbesitzern begangen werden, benötigt man detailiertere Angaben als diejenigen der beim BKA abrufbaren Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), welche jedoch der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich gemacht werden. Bis 2006 war der sogenannte Jahresbericht „Waffen- und Sprengstoffkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland“ noch öffentlich einsehbar. Dort sind detaillierte Aufschlüsselungen der Daten zur Schusswaffenkriminalität zu finden; auch wird dort zwischen legal/ illegal und behördlich besessenen Waffen unterschieden. Die Zugänglichkeit dieser Daten ist aber offensichtlich politisch nicht mehr gewollt, da die Zahlen wohl die statistische Irrelevanz von legalen Schusswaffen zu kriminellen Zwecken belegt. Schlecht für Verbotsfetischisten!

Errechnet man auf Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Daten (behördlich vs. zivil legal vs. zivil illegal besessen Waffen) die Kriminalitätsquote der, ach so schlimmen zivil und legal besessenen, Waffen an den Schusswaffenverbrechen aus, so kommt man in etwa auf eine Quote von 0,006% an der Gesamtzahl. Eine Zahl, die nachweislich statistisch kaum messbar ist!

Lüge:

„Wenn man alle Schußwaffen für Privatleute verbietet, dann gibt es auch keine Verbrechen mehr mit diesen Waffen!“

Wahrheit:
Zugegeben, die These klingt logisch und verlockend. Die Realität lehrt uns jedoch die Erkenntnis, daß sie dieser Überlegung nicht folgt. Sogar das Gegenteil ist der Fall!
In Großbritannien wurde nach dem Dunblane-Massaker 1996 im folgenden Jahr ein totales Kurzwaffenverbot verhängt. Die Anzahl der Verbrechen mit Schusswaffen ist seitdem dramatisch angestiegen und liegt im europäischen Vergleich an erster Stelle, international gesehen sogar weit vor den USA.
Internationale Studien haben bewiesen, daß ein solches Verbot einen negativen Effekt hat. Einige dieser Studien findet man unter „Download„.
Eigentlich ist es bei genauerer Betrachtung logisch: Steht ein Verbrecher vor der Wahl ein Verbrechen zu begehen und er erfährt, daß das Opfer beispielsweise ein Jäger ist, so wird er ggf. von seiner Tat ablassen und ein anderes – vermeindlich unbewaffnetes Opfer suchen. Bei einem Totalwaffenverbot kann er relativ sicher davon ausgehen, daß keines seiner Opfer bewaffnet ist. Umgekehrt stört es einen Verbrecher grundsätzlich nicht gegen Gesetze zu verstoßen. Er wird sich im Zweifelsfalle also immer bewaffnen, egal ob legal oder illegal. Gerade jugendliche Straftäter empfinden für sie verbotene Gegenstände als Statussymbol und somit besonders verlockend.

Lüge:

Private Waffen sind ja noch okay, aber Großkaliberwaffen müssen verboten werden. Die Gefährdung, die von ihnen ausgeht, ist wesentlich höher als bei jeder anderen Waffe!

Wahrheit:
Die Morde von Eislingen, welche mit einer Kleinkaliberwaffe begangen wurden, zeigen auf traurige Weise, daß diese Behauptung nicht stimmt. Allein ein Vergleich der Energiewerte der verschiedenen Kaliber ergibt, daß alleine die Einordnung über Projektilgrößen keinen Maßstab für die Gefährlichkeit (Lethalität) zulässt.
Eine Waffe wird nicht weniger gefährlich, nur weil das verschossene Projektil kleiner ist. Eine Waffe ist dann gefährlich, wenn sie fahrlässig oder vorsätzlich von einem Menschen gegen einen anderen Menschen eingesetzt wird.

Lüge:

„Waffenbesitzer sind doch alles Verrückte und Waffennarren, die nur darauf warten, rumballern zu können. Das sind Militaristen, die gerne Krieg spielen würden und sich an der Macht der Waffe aufgeilen!

Wahrheit:                                                                                               Abgesehen davon, daß man hier nette Austauschspielchen mit den Begriffen „Waffen“ und „aufgemotzte Autos“ machen könnte, ist diese Behauptung belegbar unwahr. Die ca. 1,7 Millionen legalen Waffenbesitzer sind ein repräsentativer Querschnitt durch die deutsche Gesellschaft. Es gibt Arbeiter, Rentner, Hausfrauen (und Hausmänner), Ingenieure, Mediziner, Angestellte, Schüler, Studenten – eben all jene, die es auch in anderen Lebensbereichen gibt.

Daß diese Menschen eine gewisse Affinität zum Schießsport, zur Jagd und/oder zum Waffensammeln haben müssen, ist nicht zu bestreiten. Daß sie das zu einer Gefahr für die Allgemeinheit macht allerdings schon. Das findet auch Prof. Dr. Dietmar Heubrock, geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtspsychologie, in seinem Gutachten.

Lüge:

„Einer weisen und moralisch überlegenen Regierung und Politik ist das Monopol von tödlichen Feuerwaffen grundsätzlich zu übertragen, da man ihr immer vertrauen kann, nur zum Wohle der Bevölerung zu handeln.“

(„Definition of GUN CONTROL: The belief that government with its great wisdom and moral superiority can be trusted with a monopoly of deadly force.“)

Wahrheit:                                                                                                       Eine Chronologie solcher staatlicher Waffenmonopole bzw. -verbote, gegeben an „vertrauenswürdige und weise“ Anführer und/oder Parteien:

Stalin verbot in der Sowjetunion 1929 deren Bürgern Waffen zu tragen.
Von 1929 bis 1953 wurden 20 Millionen politische Abweichler oder einfach Bürgerliche, unfähig, sich selbst zu wehren, von der eigenen, sowjetischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

Die Türkei verbot ihren Bewohnern 1911 Waffen zu tragen. Von 1915 bis 1917 wurden 1,5 Millionen Armenier, unfähig, sich zu wehren, von den Türken zusammengetrieben und vernichtet.

China verbot 1935 seinen Bürgern Waffen zu tragen. Von 1948 bis 1976 wurden 20 Millionen Antikommunisten, Christen, politisch Selbstständige und Erneuerer, unfähig, sich zu selbst zu wehren, von deren eigenen, chinesischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

Nazideutschland verbot 1938 Juden und anderen „unzuverlässigen Elementen“ Waffen zu tragen. Von 1939 bis 1945 wurden 13 Millionen Juden, Schwule, Zigeuner, geistig kranke Menschen und andere sogenannte „Untermenschen“, unfähig, sich zu selbst zu wehren, von den Nazis zusammengetrieben und vernichtet.

Pol Pot in Kambodscha verbot seinen Bürgern 1956 Waffen zu tragen. Von 1957 bis 1977 wurden 1 Millionen „Intellektuelle“, unfähig, sich selbst zu wehren, von deren eigenen, kambodschanischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

Guatemala verbot 1964 seinen Bürgern Waffen zu tragen. Von 1964 bis 1981 wurden 100.000 Maya-Indianer, unfähig, sich selbst zu verteidigen, von deren eigenen, guatemaltekischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

Idi Amin Dada in Uganda verbot 1970 seinen Bürgern Waffen zu tragen.
Von 1971 bis 1979 wurden 300.000 Christen, unfähig, sich selbst zu wehren, von deren eigener, ugandischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

2 Replies to “Fact & Fiction”

  1. Pingback: no guns – keine waffen ! » Blog Archive » Die Grünen/innen – niemals zu müde sich selbst lächerlich zu machen

  2. Es ist schon traurig das Polizisten mit Waffen auf die Menschheit losgelassen werden denen jegliches elementarwissen im Umgang der Benutzung und der Wirkungsweise der verwendeten Munition fehlt. ( Raum BKS/WIL) (Das ist ein Erfahrungswert) Jeder Jungschütze weiß mehr darüber und ist zuverlässiger im Umgang als die sogenannten Gesetzeshüter. Im Rahmen der öffentlichen Sicherheit und zum Schutze der Allgemeinheit sollte man Polizisten nur mit Tasern und Trillerpfeife nach gründlicher Ausbildung auf die Menschheit loslassen.

    Anmerk. d. Red.: Wie auch bei allen legalen Waffenbesitzern, so gilt dies auch bei behördlichen Waffenträgern – nicht alles sind weiße Schafe. Natürlich ist es Bestandteil der behördlichen Ausbildung, dass der/die Beamt/in auch ordentlich im Umgang mit der Waffe ausgebildet wird. In Zeiten von „Geiz ist geil“ kommt dies, wohl auch wegen der Arbeitsintensität, hier und dort zu kurz. Sicher auch mal wesentlich zu kurz. Generalisieren sollte man das aber nicht. Festzuhalten bleibt jedoch: jeder Sportschütze hat zur Bestätigung und Erhalt seines Bedürfnisses mehr Trainings nachzuweisen (18x in 12 Monaten) als ein Polizbeamter/in, welcher seine Dienstwaffe in der Öffentlichkeit führt. Das sollte man zumindest einmal zur Diskussion stellen. Daher: Danke für die Anmerkung!

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